Klingler Quartett

1905 gründete Karl Klingler als erster Geiger das Klingler-Quartett: Josef Rywkind (2. Violine), Fridolin Klingler (Bratsche) und Arthur Williams (Violoncello). Durch den 1. Weltkrieg wird das Wirken des Quartetts unterbrochen. Später setzt Klingler die Tradition des Klingler-Quartetts fort. Am Cello saß in der nationalsozialistischen Zeit der Jude Ernst Silberstein, der emigrieren musste. Wegen eines Streites mit den Nationalsozialisten um die Büste des hochverehrten Lehrers Josef Joachim an der Hochschule für Musik in Berlin, der ebenfalls kein Arier war, und weil er ohne Silberstein nicht auftreten wollte, löste Karl Klingler das Quartett auf und zog sich resignierend zurück. Alle Neuanfänge nach dem Krieg reichten nie wieder an die Tradition vor dem Krieg heran. Klingler war bei Kriegsende immerhin 66 Jahre alt. Er starb im hohen Alter von 93 Jahren am 18. März 1972 in München. Karl Klingler war mit Margarethe von Gwinner verheiratet. Der Ehe wurden vier Kinder geboren: Arthur, Wolfgang, Marianne (+) und Charlotte.