Biografie

Karl Klingler Portrait

Familie Theodor Klingler

1896 - Familie Theodor Klingler in Straßbourg 1. v. l. Karl Klingler

Erstes Klingler Quartett

1905 - Erstes Klingler Quartett

Familie Karl Klingler

1926 - Familie Karl Klingler in Berlin

Letztes Klingler-Quartett

1936 - Letztes "Klingler-Quartett"

Karl Klingler und Max Planck

1944 - Karl Klingler mit dem befreundeten Max Planck auf Schloß Krumbke

Ehepaar Klingler

1955 - Ehepaar Klingler in München

1879 Geboren am 7. Dezember in Straßburg, als 5. Kind von 6 Geschwistern. Vater: Theodor Klingler, Bratschist am Konservatorium und Theater. Mutter: Marie Elisabeth Klingler, geborene Christian.
1884 Erlernt das Violinspiel vom Vater und bei Heinrich Schuster am Konservatorium.
1897 Schüler von Josef Joachim an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin, Komposition bei Max Bruch und Robert Kahn.
1899 Gewinnt den „Mendelssohn-Preis“, komponiert Kammermusik und Lieder.
Zweiter Konzertmeister bei den „Berliner Philharmonikern“.
1904 Wird an die Hochschule für Musik nach Berlin berufen, Fach Geige“.
1905 Gründet das „Klingler-Quartett“Erste Geige – Karl Klingler
Zweite Geige – der Russe Josef Rywkind
Bratsche – der Bruder Fridolin Klingler
Cello – der Engländer Arthur Williams
1906 Spielt als Bratschist im „Joachim-Quartett“.
1907 Uraufführung des „Violinkonzerts in E-Dur“ mit den Berliner Philharmonikern.
1910 Wird zum „Königlich Preußischen Professor“ ernannt.
1914 Der erste Weltkrieg löst das „Klingler-Quartett“ auf – Soldat.
1916 Führt das „Klingler-Quartett“ weiter fort mit unterschiedlicher Besetzung des Cellos, Konzertreisen in ganz Europa, u. a. am Englischen Königshof, im Vatikan, im Cäcilienhof in Potsdam, in Werkhallen vor den Werktätigen.
Spielt an der Front mit dem Streichquartettfür dieTruppenbetreuung -18.
1917 Verheiratet sich mit Margarethe von Gwinner, geb. 1888 als Tochter des Arthur von Gwinner, Direktor der Deutschen Bank und Mitglied des Preußischen Herrenhauses – und seiner Ehefrau Anna von Gwinner, geb. Speyer.
1918-1926 Vier Kinder werden geboren: Arthur, Wolfgang, Marianne und Charlotte.
1935 Spielt auf Einladung beim Reichspräsidenten von Hindenburg mit seinem Streichquartett unter Mitwirkung von Silberstein! anwesend ist Hitler.
1936 Verliert die Professur wegen Widerstandes gegen den Bildersturm in der Hochschule, dem die Büste von Josef Joachim zum Opfer fällt. Löst das „Klingler-Quartett“ auf, weil er auf den jüdischen Cellisten nicht verzichten will und sich weigert, ihn mit einem arischen zu ersetzen. Geht aus Sicherheitsgründen für einige Monate in die Schweiz.
1936-1945 Erhält Auftrittsverbot, die innere Emigration beginnt, – komponiert u. a. ein großes Werk für Chor, eine Solostimme und Klavier. Widmet sich bestimmten geometrischen Problemen im Gedankenaustausch mit dem befreundeten Max Planck.
1943 Das Berliner Haus wird durch Bomben unbewohnbar, wohnt von da ab mit seiner Familie auf dem Rittergut Krumbke, in der Altmark.
1945 Ein vorliegender Haftbefehl kommt nicht mehr zur Ausführung, weil die Amerikaner die Altmark und das Schloß besetzen, – die Familie zieht im Treck nach Westen, nach Hannover.
1946-1948 Nimmt das Quartettspiel wieder auf, mit seinen ehemaligen Schülern:
Agnes Ritter, Friedrich Hausmann und dem Laien-Cellisten Otto Garvens.
1949 Übersiedelt mit der Familie nach München, – arbeitet schriftstellerisch. Besprechung von Rhode-Capricen, Solosonaten von J. S. Bach, u. a. Kleinere Kompositionen und Bearbeitungen entstanden, – widmet sich geometrischen Studien, – musiziert täglich bis kurz vor seinem Tod Sonaten mit seiner Ehefrau, Kammermusik mit seinen Kindern, Freunden und Bekannten.
1971 Todestag der 18. März im 92. Lebensjahr, in München.